Winterlaufserie 2016/17 Teil 3

Die Vorbereitung

Wie ihr bereits in meinen vorherigen Blogposts lesen konntet ist der 20km Lauf der letzte Lauf der Winterlaufserie 2016/17. Ich habe mir ganz bewusst eine Laufserie im Winter ausgesucht um auch über die trüben und kalten Monate nicht völlig aus dem Laufen raus zu kommen. Die Serie mit insgesamt drei Läufen, 10km im Dezember, 15km im Januar und als Finish die 20km im Februar sollten mich dazu motivieren, auch bei Minusgraden, Schnee und Regen die Laufschuhe zu schnüren. Ich hatte mir vorgenommen unbedingt auch regelmäßig längere Läufe einzubauen um an meiner Grundlagenausdauer zu arbeiten. So viel zum Plan.

In der Umsetzung sah das Ganze dann doch ein wenig anders aus. An meinem Ziel regelmäßig zu Laufen habe ich festgehalten, mindestens drei Mal die Woche war ich auch bei den hässlichsten Bedingungen draußen. Vor einem halben Jahr habe ich meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio gekündigt, das habe ich über den Winter hin ein bisschen bereut, da ich doch manchmal gerne eine Einheit auf dem Laufband absolviert hätte. Mein Plan auch längere Läufe zu machen ging nicht so richtig auf. Ich konnte mich einfach nicht richtig motivieren bei -7Grad und kälter, weiter als 10km zu Laufen und mir hat das Radfahren auf der Rolle einfach viel mehr Spaß gemacht. Ich muss sagen, dass es mir öfter schwer fällt die richtige Balance zwischen Schwimmen, Radfahren und Laufen zu finden. Momentan trainiere ich nach Trainingsplan, versuche hierbei vorwiegend auf den angestrebten Trainingsumfang in Stunden zu kommen und meinen Rythmus in Belastungs- und Entlastungswochen einzuhalten. So ging ich positiv aber mit etwas zu wenig gelaufenen Kilometern an meinen ersten 20km Wettkampf.

Der Wettkampf

Am Samstag den 12.02.2017 war es dann wirklich so weit. Mein erster „Fast- Halbmarathon“ stand auf dem Plan. Vorhergesagt waren ca. 8 Grad und Sonnenschein, leider waren es dann eher um die Null Grad, trüb und windig. Bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung 🙂 Motiviert aber doch ziemlich aufgeregt machte ich mich gegen 10Uhr gemeinsam mit meiner Mama auf den Weg in den Olympiapark. Mittlerweile war mir das Prozedere schon bekannt. Startunterlagen hatten wir schon von den letzten beiden Läufen. Also mussten wir nur ankommen, haben noch ein bisschen über mögliche Zielzeiten gequatsch und schon ging es los zum Aufwärmen. Schon beim Aufwärmen hatte ich ein nicht mehr ganz so positives Gefühl, wie vor den anderen beiden Läufen irgenwie fühlte es sich schon hier anstregender an als sonst. Aber nicht demotivieren lassen, ich habe mir immer wieder gesagt, das wird ein guter Lauf und ich werde am Ende glücklich sein, meine ersten 20km geschafft zu haben und einigermaßen in einer Zeit um die zwei Stunden ins Ziel gekommen zu sein. Um 11Uhr fiel dann der Startschuss und 541 Läufer machten sich gemeinsam auf den Weg. Es galt insgesamt 4 Runden a 5 Kilometer zu laufen. Da es die gleichen Runden, wie bei den letzten Malen waren wusste ich bereits was auf mich zukommt. Bis Runde zwei lief eigentlich alles ganz gut. Aber ab Kilometer 10, mit Start der dritten Runde merkte ich, wie ich von Kilometer zu Kilometer immer mehr kämpfen musste. Schon ab Kilometer 13 war ich mir nicht mehr sicher, wie ich die gesamten 20 Kilometer zu Ende bringen sollte. Ganz anders als in den letzten Läufen machte mir ab der letzten Runde das Laufen überhaupt keinen Spaß mehr, ich war gedanklich nur noch damit beschäftigt den Lauf irgendwie rum zu bringen, ohne aufzugeben. Auch körperlich merkte ich, wie ich an diesem Tag an meine Grenzen gekommen bin. Natürlich habe ich nicht aufgegeben und mich mehr schlecht als recht ins Ziel gekämpft. Mit einer Zeit von 2:06h beendete ich die Winterlaufserie in diesem Jahr.

Insgesamt war ich von meiner Leistung schon ziemlich enttäuscht und es dauerte auch nach dem Finish noch eine Weile, bis ich mich freuen konnte zum ersten Mal fast einen Halbmarathon gelaufen zu sein. Aber an manchen Tagen läufts einfach nicht rund und aufgrund meiner Vorbereitung war es fast zu erwarten, dass dieser Lauf kein Zuckerschlecken werden würde.

Mit ein paar Tagen Abstand, motiviert mich der Verlauf dieses Wettkampfs eher noch weiter dran zu bleiben und an meiner Form zu arbeiten. Im März heißt es aber jetzt erstmal Koffer packen und auf nach Mallorca ins Trainingslager, einige Rad Kilometer sammeln 🙂 Ich freue mich schon so auf ein bisschen Sonne und lange Ausfahrten.

 

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